Gute Mitarbeiter & Schwarmintelligenz.

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Recruitment <br>& Crowdsourcing

Sie benötigen gute Mitarbeiter? Diese zu finden wird immer schwieriger, gerade wenn das Objekt Ihrer Begierde über besondere Qualifikationen verfügt, sind diese Personen meist nicht allein durch finanzielle Anreize zu ködern. Was also tun, um entsprechende Mitarbeiter anzuheuern? Identifizieren Sie die Orte, an denen sich Ihre potentiellen Mitarbeiter aufhalten. Dies können je nach Profil sowohl klassische Communities, aber auch spezialisierte Subcommunities oder Businessplattformen sein. Es reicht nicht mehr aus, eine Stellenanzeige zu schalten, denn gerade hochqualifizierte Personen wollen gefunden und somit wertgeschätzt werden.

Treten Sie an diesen Orten in einen Dialog mit potentiellen Mitarbeitern und identifizieren Sie die Personen, welche zu ihrem Jobprofil passen. Machen Sie auf sich aufmerksam, indem Sie Inhalte beitragen und sich ehrlich an den entsprechenden Diskussionen beteiligen. Zeichnen Sie dabei ein authentisches, attraktives Arbeitsumfeld. Vermitteln Sie Ihre Unternehmenskultur, gewähren Sie Einblicke in die Art und Weise, wie Sie arbeiten und ermöglichen Sie den direkten Kontakt zu Ihren Mitarbeitern. Während dieses Prozesses können Sie bereits feststellen, inwieweit potentielle Kandidaten über Expertise verfügen und ob sie zu Ihnen passen. Motivieren Sie Ihre Angestellten, mit anderen Menschen auf fachlicher Ebene in Kontakt zu treten und sich an Diskussionen zu beteiligen, denn Entscheidungen für oder gegen einen Arbeitsplatz basieren oft auf persönlichen Empfehlungen.

Neben den eigenen Ressourcen (für welche unten genannte Ansätze ebenfalls anwendbar sind) gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten, Recruitment & Crowdsourcing zu forcieren:

Externe Spezialisten. Zu jedem noch so extravaganten Themenfeld existieren hochgradig spezialisierte Experten. Zu jedem dieser Themen finden sich in aller Regel Orte im Netz - die es zu identifizieren gilt - an denen sich diese Personen virtuell versammeln und sich austauschen. Obwohl sich diese Menschen in aller Regel nur sehr schwer fest in ein Unternehmen integrieren lassen, ebnet die Online-Kommunikation jedoch den Weg, sie für spannende Projekte zu gewinnen und von ihrem Wissen zu profitieren.

Lead User. Im Lead User Management werden externe Einzelpersonen in den F&E-Prozess mit eingebunden. Zielsetzung ist es, Personen mit hochspezifischen Fähigkeiten oder Kenntnissen zu identifizieren, sie sinnvoll zu kombinieren und deren Motivation zur Bedürfnisbefriedigung bzw. zur Problemlösung, als auch zu Innovation neuer Produkte oder Dienstleistungen welche dem Markt weit voraus sind, zu nutzen. Somit entstehen oftmals echte Innovationen, zu welchen die jeweiligen Unternehmen allein nicht in der Lage wären. Da Lead User nur selten in Isolation an Innovationen arbeiten, sind Online- und Social Media-Kommunikationstools elementar, um diese Prozesse nachhaltig und effektiv durchführen zu können, gerade aufgrund der üblicherweise großen geographischen Distanz der einzelnen Personen.

Crowdsourcing. Die Masse der Kunden nutzen, um Inspiration, Innovation und Geschwindigkeit zu gewinnen. Indem es Kunden und Konsumenten ermöglicht wird, an Entwicklungs- und Forschungsarbeiten teilzuhaben, erlangen Unternehmen ein besseres Verständnis von den Bedürfnissen ihrer Kunden und den Verwendungsmöglichkeiten der eigenen Kernbereiche. Auf diese Art und Weise werden unzählige neue Ideen und Verbesserungsvorschläge generiert, welche dann auf ihre Tauglichkeit überprüft werden können. Für diesen Prozess sind effiziente Kommunikationstools - und Plattformen Voraussetzung, auch um die dafür notwendigen Kunden zu aktivieren.

Egal ob Sie nun auf die Weisheit der Massen, auf spezialisierte Exoten oder auf kommerzielle Experten setzen, Social Media gibt Ihnen die Möglichkeit, die für Ihr Vorhaben notwendigen Personen zu identifizieren und effektiv und effizient mit ihnen zu kommunizieren!


Fallstudien:

Otto Group - Recruiting 2.0 oder Mitarbeiter-Angeln im Social Web

Die Otto Group nutzt bereits seit Anfang 2009 die sozialen Medien als zusätzliche Plattform für die Mitarbeitergewinnung und ist heute mit einer umfassenden und reichweitenstarken Präsenz im Social Web vertreten.

Mit den Otto-Karriere-Kanälen verfolgt das Unternehmen zwei Ziele des Human Resource Management zugleich: Um das Employer Branding voranzutreiben gibt es Mitarbeiter-Blogs, Facebook und Twitter werden zu Plattformen für Erfahrungsberichte von Mitarbeitern und für Einblicke in verschiedenste Arbeitsbereiche. Ein YouTube Brand Channel rundet die Social Media Aktivitäten ab, auf dem z.B. Viral Clips und Image-Videos veröffentlicht werden. So gelingt es der Otto Group, sich als mitarbeiterfreundlichen, offenen und modernen Arbeitgeber zu präsentieren. Sämtliche Kanäle werden aber ebenfalls für das direkte Recruiting verwendet, indem umfassend auf vakante Stellen hingewiesen wird. Die betreuenden Community Manager motivieren das Publikum dabei intensiv zu Partizipation und Interaktion und stehen für Fragen bereit.

Otto setzt jedoch nicht nur auf eine Social Media Präsenz, sondern fährt auch regelmäßig kleinere Kampagnen. Besonders durchdacht und detailverliebt war dabei z.B. die virale „So schnell wird man Chef“-Kampagne, die im Basic Thinking Blog vorgestellt wird.

Einen zusammenfassenden Überblick über die Social Media Aktivitäten der Otto Group in Sachen Recruiting, liefert Karsten Füllhaas in seinem Blog. Angereichert wird seine Case Study durch resümierende Zitate von Michael Picard (Otto-Personalchef) zum Anfangsjahr des Social Web Engagements.

Blogs: otto-azubiblog.de und ottogroup.com/estarter
Social Media Newsroom: ottogroup.com/karrierenews/
Twitter: @otto_jobs mit 1.678 Followers
Facebook: facebook.com/ottogroupkarriere mit 1.679 Fans
YouTube: youtube.com/user/OttoGroupKarriere mit 129.205 Upload-Aufrufen und 31 Videos

Stand: Okt 2010

Tchibo Ideas - Mit Kaffee-Trinkern zu neuen Verkaufsschlagern



Dem amerikanischen Beispiel folgend, rief auch die deutsche Kaffeehaus-Kette Tchibo eine Crowdsourcing-Plattform ins Leben. Im Vergleich zu Starbucks geht es beim hiesigen Pendant jedoch nicht um die Entwicklung neuer Geschmackskompositionen im Kaffee-Bereich, sondern um Produkte, die Tchibo im Rahmen einer Markenerweiterung vertreibt.

Und so funktioniert das Konzept, mit dem Tchibo bis heute erfolgreich ist: In der Community können Problemstellungen gepostet werden, für die andere Mitglieder Lösungen entwickeln und auf die Plattform hochladen können. Über Votings wird schließlich entschieden, welcher Lösungsansatz das Problem am besten zu lösen vermag.  Und somit auch, welcher Hobby-Entwickler sich über ein Preisgeld freuen darf. Einige der erfolgreichsten Ideen haben in der Vergangenheit bereits den Weg in die Verkaufsregale gefunden.

Dass für Tchibo bei diesem Crowdsourcing-Projekt neben der Generierung von neuen Produktideen auch eine stärkere Kundenbindung und zu erzielende Werbeeffekte eine Rolle spielen, erklärt Miquel Helfrich, aus dessen Kopf die Idee zu Tchibo Ideas stammt, in diesem Interview.

Interessante Darstellungen des Falls sind außerdem zum Beispiel hier und hier zu finden.

Community: tchibo-ideas.de


BMW, VW, Fiat & Audi - Zum Traumauto durch Community-Engagement statt durch Basteln in der Garage



Crowdsourcing erfreut sich auch in der Automobilbranche großer Beliebtheit. BMW, VW, Fiat und auch Audi bieten Plattformen an, mit deren Hilfe es den Autofans ermöglicht wird, an der Entwicklung eines neuen Traumwagens aktiv teilzunehmen.

Je nach Community können Mitglieder Ideen zu gesonderten Problemstellungen einreichen oder aber direkt über das Design eines Neuwagens mitbestimmen. Im Optimalfall soll wie bei allen Crowdsourcing-Projekten ein Produkt entstehen, dass genau die Bedürfnisse der zukünftigen Kunden befriedigt.

Eine spannende Zusammenfassung der Crowdsourcing-Engagements von BMW, VW und Fiat stellt das meinauto.de Blog zur Verfügung.
Wie Audi seine Entwickler-Community auf Facebook nah an sich bindet und damit Erfolge erzielt, ist hier zu lesen.

Communities:

Audi: facebook.com/audi
BMW: bmwgroup-ideacontest.com
VW: app-my-ride.com
Fiat: fiatmio.cc/en/

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